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Uni

  • Jun. 17th, 2009 at 5:16 AM
yomi

Hmmmm… long time no see/read, ne?

100 kg Asche auf mein Haupt. *schütt*

 

Kurzes Update: Meine Zeit in Nanzan, Nagoya ist nun vorbei nun lebe ich bei Jana in ihrem Apartment und freu mich nen Keks, dass ich noch einen weiteren Monat in Japan bleiben darf :D

 

So, und nun schreibe ich halt alles rückwirkend betrachtet.

Hier erstmal die Uni in Bildern:


im Hintergrund das von allen so geliebte (öhm, hust) CJS-Office (Center for Japanese Studies)
 






und von oben betrachtet:



 

Wie man sieht: grüner Marzahn-Charme. Im Winter wars doch recht ungemütlich aber ab Frühling wurde es durch Sakura extrem schön und angenehm.

 

Soviel zur Architektur. Nun zur internen Struktur.

Am Anfang gab es einen so genannten Orientierungstest, mit dessen Hilfe dann festgestellt wurde in welchen Sprachkurs man am besten passt. Ich habe diesen Test dank Krankheit und wenig vorher lernen versiebt und bin in den niedrigsten Kurs gekommen. Hat mich extrem angenervt und in der darauf folgenden Woche habe ich noch mal an einem Test teil genommen. Aber dieser Test war anders. Es war kein Multiple Choice Test wie der andere, nein. Hier musste man die extrem schwierige Höflichkeitssprache (keigo) anwenden, sowie Kausativ und Kausativ Passiv. Mit diesen Dingen haben selbst die höheren Level Schwierigkeiten. Aber nun ja. Auch versiebt. Habe noch versucht mit dem Lehrer zu diskutieren aber so was bringt ja nicht viel in Japan. >_>

 

Also musste ich mein tolles Semester damit verbringen alles zu wiederholen, as ich in den letzten Semestern bereits gelernt habe. Hatte seinen Vorteil: ich musste mich so gut wie nie auf den Unterricht vorbereiten. Nachteil: ein Berg an Hausaufgaben und Aufsätzen der abgearbeitet werden musste.

Einzig anspruchsvoller Unterricht war Japanese Writing II mit vielen Kanji und noch mehr Aufsätzen.

 

Entspannende Klassen waren die Kunstkurse. So hatte ich am Montag Kalligraphie und am Dienstag Holzschnittkunst (Hanga).

Jeden Tag hatte ich 2 bis 3 Stunden Japanisch Intensiv mit nur einer Pause und am Mittwoch den Schreibkurs.

 

Wir hatten 3 Lehrer, die sich alle halb Stunde abgewechselt hatten.

Da war z.B. Asai-Sensei, der einen Knall hatte. Kein Scherz. Er hatte immer bestimmte Armbewegungen und machte Pac-Man Geräusche. *pakupakupaku*

Und dann Yokoi-Sensei mit der wohl durch dringendsten Stimme ever. Hoch und quäcksig. Aber an sich ne nette. Und dann den Oberlehrer Mutsukawa-Sensei, welcher in seiner Selbstvorstellung angegeben hatte, dass sein Hobby Sake-Trinken sei. Und er trug immer pastellfarbene Hemden. Naja, Japaner halt

Aber alles in allem hat mir trotz nur Wiederholung der Unterricht etwas gebracht, in dem ich mein Verständnis für Grammatik geschult habe und so.

 

Mitschüler waren vor allem laute, aber nette Amis. Musste mich aber Anfangs doch an deren Gesellschaft gewöhnen.

Einige waren auch erst etwas schüchtern aber nach ner Weile bin ich mit allen klar gekommen. Hehe.

Aufgefallen ist mir, dass viele sehr gerne das Wort „sweet“ für jegliche Kommentare verwenden. Hmmmmmm, interessant.

 

Das Positive an meinem Nanzan-Aufenthalt: man hat doch sehr viele Japaner kennegelernt und so einige Bekanntschaften sind dann entstanden. Jedoch keine tieferen Freundschaften, da die Zeit dafür einfach zu kurz war.

Und da kommen wir auch gleich zu den Nachteilen: zum einen das kurze Amerikanische Semester und das Bedürfnis alles kontrollieren zu müssen. Die ham einem für jeden Scheiss einen Zettel in 3 facher Ausfertigung gegeben. Allein das Mietezahlen war irgendwie umständlich.

 

  1. Man ging Geld abheben (was man bereits an die Nanzan überwiesen hatte und nun zurrück-überwiesen bekommen hat)
  2. Man ging von diesem Geld eine Marke in einem Gebäude kaufen
  3. Man geht in ein anderes Gebäude und gibt die Marke ab
  4. Diese wird dann aufgeklebt und man muss 3 identische Blätter ausfüllen und unterschreiben. Und dann nochmal woanders unterschreiben. Und dann hat man die Miete gezahlt.

 

 

Und hier zum Abschluss dieses Eintrags noch ein paar goldene Regeln für den Japanischen Alltag:

 

  1. Frag nicht. Es ist halt so.
  2. Wenn es einfach geht, dann geht es noch besser kompliziert!

Comments

( 2 comments — Leave a comment )
[info]momoko27 wrote:
Jun. 17th, 2009 06:28 am (UTC)
Ja, und nun besuchst du mich auch immer :D das ist echt schön! Und unsere gemeinsamen Videoabende. In der Tat sind es nun schon 3 gewesen. Das müssen wir noch zwei mal hinkriegen !

So und nun zur Uni: Kalligraphie hätte ich ja auch gern gehabt *schnief* muss man ja mal sagen. Das hört sich nur toll an!

Und leider muss man echt viel in Japan einfach hinnehmen: wie ständig Fahrradvollbremsung, weil die Japaner kein Fahrrad fahren können und dann im Busch landen - erinner dich an den Tag mit Julius bei Eisessen *lol*

Ich denke du wirst eine traumhafte Zeit gehabt haben und auch noch mit uns haben!

*knutschi*
(Anonymous) wrote:
Jun. 18th, 2009 09:49 am (UTC)
Nanzan. Da werden Erinnerungen wach...

Bei der Nihon bekam man übrigens jeden Monat einen Beleg, dass man wieder Geld auf das Konto überweisen bekommen hat. *-*
( 2 comments — Leave a comment )

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